Sony macht mobil – die PS Vita ist erschienen

Playstation VitaDie PS Vita tritt an, um der mobilen Konkurrenz von Smartphones und dem Nintendo 3DS das Fürchten zu lehren. Seit dem 22. Februar ist Sonys neue portable Konsole ab 249 Euro in Deutschland erhältlich.

Die PS Vita erscheint in zwei unterschiedlichen Ausstattungen, die günstigere Variante mit einem Preis von 249 Euro verfügt über W-LAN. Für 299 Euro verfügt sie zusätzlich über 3G und wird mit einer SIM-Karte von Vodafone ausgeliefert, ansonsten sind die beiden Modellvarianten identisch.

Im direkten Vergleich mit der PSP fallen die leicht größeren Abmessungen auf, dazu verfügt sie über einen leistungsfähigeren Prozessor (ein ARM 9 Cortex A9 mit vier Kernen) und einen leistungsfähigeren, ebenfalls mit vier Kernen ausgestatteten Grafikprozessor. 512 MByte Arbeitsspeicher und 128 MByte VRAM sind an Speicher eingebaut. Mehr kann und muss über so genannte NVG-Cards, das sind PS Vita-eigene Speicherkarten von Sony, die für manche Spiele unerlässlich sind, nachgerüstet werden. Es gibt sie in Größen von 4 GByte (20 Euro) oder 16 GByte (50 Euro) als Zubehör zu kaufen, für Spieledownloads ist dieser zusätzliche Speicher ein Muss, ebenso für manche Spiele auf Cards. Apropos Spiele, diese kosten im Schnitt zwischen 30 und 50 Euro, also vergleichbar viel, wie die des Mitbewerbers Nintendo 3DS. Allerdings deutlich mehr, als Spiele-Apps für moderne Smartphones.

Die Konsole bietet einen großen und hochauflösenden 5-Zoll OLED-Touchscreen, zum Vergleich, die PSP bietet hier nur 4,3 Zoll und eine deutlich geringere Auflösung. Auf der PS Vita sehen die Spiele wirklich gut aus, die Farben sind leuchtend und kräftig, die Hintergrundbeleuchtung sorgt auch in heller Umgebung für ausreichend Kontrast. Nur die spiegelnde Oberfläche stört bei direktem Lichteinfall bisweilen.

Für die Steuerung bietet die PSVita viele Optionen, neben zwei Analogsticks und den bekannten Tasten inkl. Schultertasten ist auf der Rückseite ein Touchpanel integriert, mit dem im Spiel gesteuert werden kann, ebenso gehören Lage- und Bewegungssensoren zum Gesamtsteuerungsumfang.

Der Akku hält länger als etwa der vom Nintendo 3DS, allerdings kürzer als von der PSP, was auch an der stärkeren Leistung der Konsole liegt. Er lädt sich aber in weniger als zwei Stunden wieder vollständig auf und bietet dann zwischen drei und fünf Stunden kabellosen Spielspaß.

Besonders interessant sind die Möglichkeiten, sich mit dem Playstation Network und mit anderen Vitas zu verbinden. Dazu steht etwa die App „Near“ zur Verfügung, mit der der Spieler Kontakt mit anderen in der Nähe aufnehmen kann.

In Japan waren die ersten Verkaufszahlen recht ernüchternd, wie unter anderen unsere Kollegen von psvitaspiele.net berichteten. Für konkrete Prognosen der Verkaufszahlen in Deutschland ist es natürlich noch zu früh, dennoch ist der recht mäßige Start in Japan ein Indiz dafür, dass der Preis für die Playstation Vita im kommenden halben Jahr noch konsumentenfreundlich sinken wird. Für Unentschlossene lohnt es sich also, noch ein wenig mit der Anschaffung zu warten und ab und an mal die Preisangebote zu vergleichen. Dies hat außerdem den Vorteil, dass bis dahin noch eventuelle Software-Kinderkrankheiten von den Entwicklern ausgemerzt werden können.