Landmann Gasgrill Pantera 12065 – der Preisträger

Landmann Pantera 12065

Nie wieder Asche entsorgen oder ewig Kohle anheizen. Außerdem keine Rauchentwicklung mehr und somit Nachbarn, die die Nase nicht recken, weil sie vom Rauch genervt sind, sondern weil ihnen das Wasser im Mund zusammenläuft. Das sind die offensichtlichsten Vorteile eines Gasgrills. Doch welcher Grill ist zu empfehlen? Besonders weil die Anschaffung eines gasbetriebenen Grills kostspieliger ist, als bei einem Holzkohlemodell.

Wenn man der Jury des Plus X Awards 2011 Glauben schenkt, ist der Landmann Pantera 12065 das „Produkt des Jahres 2011“. Denn in seiner Produktklasse räumte er die Preise für Design und Bedienkomfort ab. Wir haben dieses Urteil einmal hinterfragt und den kompakten Landmann Gasgrill einem Praxistest unterzogen.

Aufbau und Verarbeitung
Der Montageaufwand hält sich in Grenzen, denn außer ein wenig Schrauben drehen, und die Dinge an den richtigen Ort fügen (Rost und Seitentische), ist nicht viel zu tun. Auch die Gasflasche lässt sich schnell und verhältnismäßig leicht anschließen. Der Anschluss hierfür ist gut zugänglich und trotzdem vor äußeren Einflüssen geschützt. Der sichere Eindruck setzt sich bei der Betrachtung der Materialverarbeitung fort. Die Oberfläche, einschließlich der Schweißstellen ist beschichtet und auch die Schraubverbindungen machen einen guten Eindruck. Selbst die beiden Seitentische halten ohne weiteres eine volle Schale mit Bratgut aus und finden bei Einlagerung des Grills unter dem Deckel Platz. Der Deckel besteht aus hochwertigem Aluminium-Druckguss und garantiert so eine lange rostfreie Nutzung (Garantie auf Durchrosten 5 Jahre). Die passende Wetterschutzhaube verlängert die rostfreie Zeit noch zusätzlich.

Die Grillfläche, von insgesamt 48×37 cm, umfasst zwei gleich große Bereiche aus Grillrost und Grillplatte, zu je 24×37 cm.  Platte und Rost bestehen aus emailliertem Gusseisen. Darunter sorgen zwei getrennt regelbare Flammen (Twinflame-Technologie) für eine optimale Wärmezufuhr. Beide haben eine Leistung von je 2,0 kW.

Bei  geschlossenem Deckel und indirektem Grillen kann die Innentemperatur über ein Thermostat an der Vorderseite des Deckels überwacht werden. Die Anzeige ist groß und übersichtlich (in Fahrenheit und Grad Celsius) und kann auch bei Dämmer- und Kerzenlicht  noch gut abgelesen werden. Allerdings wird nicht zwischen den beiden Grillbereichen unterschieden. Ebenfalls hilfreich ist die Halterung für Grillbesteck direkt am Grill.

Inbetriebnahme
Mit 103 x 34 Zentimetern gesamtem Platzbedarf, findet der Grill auch auf jedem Balkon Platz. Ist der richtige Tisch vorhanden, muss auch der Unterbau für ca. 70 € nicht unbedingt beschafft werden. Durch seinen Kunststoffrahmen kann er ohne Probleme auf jeder Oberfläche platziert werden und bei plötzlichem Regen auch mal mit ins Haus genommen werden.

Die Zündung des Gasgrills erfolgt per elektronischem Impuls (auch bei Wind kein Problem). Nach ca. 10 Minuten Vorheizen kann das Grillgut aufgelegt werden. Kein Vergleich zum langen Anheizen eines Holzkohlegrills. Die getrennten Bereiche ermöglichen es, Grillgut mit unterschiedlichen Garzeiten gleichzeitig zu grillen. So können Gemüse und Fisch auf der einen Seite mit geringer Flamme gegart werden und auf der anderen Seite werden Steak, Grillwürste und Hamburgerfleisch deftig angebraten.

Das regeln der Flammen macht auch das Warmhalten von Speisen sehr einfach. Dafür einfach Deckel zu, Flamme klein drehen und niemand muss mehr eine kalte Wurst essen, wenn der zweite Hunger an einem gemütlichen Grillabend kommt. Schade finden wir allerdings, dass es kein zweites Grillrost gibt, das an Stelle der Platte eingesetzt werden kann. So ist der Platz des Rostes doch recht beschränkt, da mariniertes Fleisch auf einer Grillplatte sehr spritzt und nicht die typischen Grillstreifen entwickelt. Vielleicht gibt es von Landmann da ja bald ein passendes Zubehör…

In unserem Test haben wir Steak, Fisch und Gemüse (letzteres natürlich für Sofia :) gegrillt. Die Platte eignet sich sehr gut als Bratplatte für Gemüse, wie Pilze und Zwiebeln. Für Aubergine und Zucchini empfehlen wir wieder mehr das Rost da hier die Grillstreifen entstehen – alles Geschmackssache. Fisch ist in Alufolie auf kleiner Flamme sehr gut und saftig geworden. Die Steaks sind, obwohl nicht ganz der typische Grillgeschmack, saftig und mit den typischen Streifen, nett anzusehen. Unser dickeres Rindersteak haben wir bei geschlossenem Deckel gegart und ein mal gewendet – Ergebnis: purer, rosa-saftiger Fleischgenuss! Dabei hat sich am Deckel allerdings einiges an Fett und Kondenswasser gebildet, das beim Aufklappen aus den Lüftungsschlitzen an der Rückseite getropft ist. Wenn man das weiß, kann etwas untergelegt werden, ist dennoch sehr unschön. Nach unten tropfendes Fett, kann sich in einer Fettpfanne unter dem Grill sammeln.

Säuberung
Weil die Innenseite,  wie der gesamte Grill, dunkel beschichtet ist, sind Fettspritzer und eingebrannte Flecken nicht so schnell zu sehen, wie bei hellem Material. Ein großer Vorteil! Natürlich waren nach erster  Nutzung deutliche Gebrauchsspuren auf der Innenseite erkennbar. Diese ließen sich zwar entfernen, das war jedoch keineswegs mühelos, da sich bei großer Hitze die Flecken gern intensiver einbrennen. Dagegen ließ sich das Rost einfacher säubern. Wir ließen nach der Nutzung die Flamme noch ein weinig brennen, damit sich die Reste verkrusten. Das kalte Rost ließ sich dann mit einer einfachen Drahtbürste gut reinigen.

Fazit
Der Gasgrill Landmann Pantera hat uns einen sehr angenehmen Abend mit vielem leckeren Essen und wenig Aufwand bereitet. Denn durch die regelbaren Flammen können wirklich sehr individuell alle möglichen Gerichte zubereitet werden. Die Verarbeitung und Handhabe haben uns sehr überzeugt. Negative Seiten waren die tropfenden Lüftungsschlitze und ein fehlendes zweites Rost. Dafür bekommt der Nutzer jedoch eine Grillplatte die die Möglichkeiten der Zubereitung unserer Meinung nach nicht einschränkt, sondern eher erweitert. Statt langem Anheizen von Grillkohle, ist der Grill in wenigen Minuten einsatzbereit und es entfällt die Entsorgung der Asche. Mit ca. 230 € liegt der Gasgrill in einem Preissegment, das für seine Qualität und Größe durchaus normal ist. Allerdings lohn es sich, die Augen offen zu halten, da im Moment viele Baumärkte und Shops mit Rabattaktionen locken.

Ein Gedanke zu „Landmann Gasgrill Pantera 12065 – der Preisträger

  1. HALLO, DIE DETAILIERTE BESCHREIBUNG KANN ICH OHNE EINSCHRÄNKUNGEN BESTÄTIGEN.ES IST SOGAR VORTEILHAFT IMMER DIESELBE SEITE FÜR DIE GRILLPLATTE ZU NUTZEN:DAS ERSPART JA DIE REINIGUNG DARUNTER:-))
    MIT ETWAS GESCHICK REICHT DER KOMPAKTGRILL NICHT NUR FÜR DIE ANGEGEBEN SECHS PERSONEN-ICH KONNTE NEULICH SOGAR ZEHN PERSONEN BEGRILLEN.
    DIE FORMGEBUNG UND DAS MATERIAL SIND GENIAL UND TRES CHIC!!!
    AUSSERDEM MUSS MAN VERGLEICHSWEISE BEI EINEM BESTIMMTEN HERSTELLER MIT W….. FÜR EIN VGLBARES MODELL RUND EUR 140.- MEHR INVESTIEREN UND DAS SIEHT DANN AUCH NOCH BILLIG AUS.
    ALSO KAUFT EUCH DEN KOMPAKT-GASGRILL VON LANDMANN P.

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