Olympus PEN E-P1 – klassisches Design trifft modernste Technik

02.07.2009

Nicht wenige haben es versucht, Olympus scheint es schließlich gelungen zu sein:
Mit der neuen PEN E-P1 schafft Olympus den Spagat zwischen den technischen Raffinessen einer Spiegelreflexkamera und den Vorzügen digitaler Kompaktkameras.

Olympus Pen E-P1

Olympus Pen E-P1

Zu allererst fällt das retrospektive Design der kompakten Kamera ins Auge. Das kennen Sie? Genau – bereits in den 1960er Jahren brachte Olympus mit der PEN-F eine unglaublich kompakte Halbformatkamera heraus. Der Name PEN – also englisch für Stift – spiegelt damals wie heute die Prämisse wider, eine Kamera zu bieten, die so einfach mitgeführt werden kann wie ein Stift. Die E-P1 verschwindet bei einer Größe von 120,5 x 70 x 35 mm zwar nicht in jeder Hosentasche, ist aber nur wenig größer als eine übliche Kompaktkamera.

Ganz und gar nicht üblich ist die Ausstattung.

Zugunsten der Größe hat man auf den Einsatz eines Spiegels verzichtet. Um trotzdem an die versprochene Spiegelreflex-Qualität der Bilder heranzureichen, kommt ein Live-MOS-Sensor mit 12,3 Megapixeln und einer maximalen Auflösung von 4032 x 3024 Bildpunkten zum Einsatz. Damit lassen sich auch Videos in HD-Qualität aufnehmen.

Wechselobjektive lassen sich per Micro Four Third angeschließen. Dieser neue, kleinere Anschlussstandard wird bei dieser Kamera zum ersten Mal vorgestellt. Olympus bietet dafür momentan 2 Objektive an (17 mm Festbrennweite und 12-24 mm Zoom). Ebenfalls zum Einsatz kommt dieser neue Objektivanschluss bei der Panasonic Lumix DMC-G1 sowie dem Nachfolgemodell Lumix GH1, weshalb sich die Panasonic-Objektive problemlos an die PEN anschließen lassen. Mit einem optional erhältlichen Adapter können auch Standard-Four-Third-Objektive angebracht werden, wer sich für ein OM-Objektiv per Adapter entscheidet muss aber leider auf den Autofokus verzichten.

Die Zubehör-Liste für die Olympus PEN E-P1 enthält aber nicht nur Objektivadapter. Da die Kamera keinen integrierten Blitz hat, ist natürlich auch ein externes FL-14 Blitzgerät verfügbar, welches oben auf der Kamera in den Blitzschuh eingeklickt wird. Welche Szene damit ins richtige Licht gerückt wird, erkennt der ambitionierte Hobbyfotograf im integrierten Live-View-Monitor auf der Rückseite der PEN. Die HyperCrystal-Technologie sorgt dafür, dass dieser auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut abgelesen werden kann. Mit 3 Zoll Diagonale und nur 230.000 Bildpunkten ist dieser allerdings etwas mager ausgefallen. Aber auch dafür hält Olympus das passende Zubehör bereit: Anstatt eines Blitzgeräts kann ein optischer Sucher am Blitzschuh befestigt werden.

Welches Objektiv auch immer, ob mit oder ohne Blitz, ein Schnappschuss oder ein professioneller Shoot – mit dem integrierten Bildstabilisator sind scharfe Fotos garantiert. Wem die Realität zu langweilig ist, der darf sich über variable Tiefenschärfe-Einstellungen und Art Filter freuen, mit denen Fotos in Pop-Art-Manier, mit Weichzeichner, wie durch eine Lochkamera und vieles mehr gezaubert werden können. Die Filter lassen sich auch nachträglich auf die RAW-Bilder anweden.

Zum Einstiegspreis von 799 Euro bietet diese Digitalkamera vielseitige Anwendungsmöglichkeiten, eine intuitiv bedienbare, nur 2 Ebenen umfassende Benutzeroberfläche, viel Zubehör – wie auch eine stilechte Lederhülle für das hochwertige Metallgehäuse – und vor allem eines: Fotografierspaß! Erste bildhafte Eindrücke der Olympus PEN E-P1 gibt es hier, Videos in HD-Qualität mit Stereo-Sound können hier (Seite auf Englisch) bewundert werden.

Geschrieben in Digitalkamera | Autor: Sophia | Kommentare deaktiviert

Comments are closed.

Web Analytics