Panasonic Lumix G2 – Systemkamera mit Touch-Autofokus im Test

Fast scheint es so, als würden die neuen Systemkameras mit Wecheslobjektiven den digitalen Spiegelreflexkameras den Rang ablaufen: Sie sind handlicher, leichter, warten mit guten Wechselobjektiven auf und sind durchaus erschwinglich. Die neue Panasonic Lumix G2 bietet darüber hinaus zahlreiche Funktionen, die das Fotografenherz höher schlagen lassen. Ob die neue DMC-G2 halten kann, was sie verspricht, haben wir in unserem Test unter die Lupe genommen.

Panasonic Lumix G2 mit 14-42 mm Objektiv

Panasonic Lumix G2 mit 14-42 mm Objektiv, Quelle: panasonic.de

Die Besonderheit

Wir würden der G2 keinen Artikel gönnen, hätte sie nicht eine Besonderheit: Autofokus per Touchscreen! Einfach das Motiv mit dem digitalen Sucher einfangen, mit dem Finger auf den gewünschten Fokus tippen und schon wird der Fokus auf dem gewählten Motiv gesetzt. Einfacher gehts nicht. Das Motiv wird sogar mittels AF-Tracking verfolgt, falls sich der Fotograf oder das Objekt bewegt. Zur Veranschaulichung dient dieses kurze Video:

Darüber hinaus lassen sich über den Touchscreen weitere Kamerafunktionen steuern. Neben der oben gezeigten 23 Feld-Fokussierung gibt es im Makro-Modus eine 1 Feld-Fokussierung, eine Gesichtserkennung sowie ein Touch Auslöser, damit die rechte Hand, die den Touchscreen bedienen, nicht zum Auslöser zurückbewegt werden muss. Natürlich kann man per Touchscreen auch im Fotospeicher blättern, Fotos auswählen, vergrößern etc.

Positiv: Der Touchscreen ist mit einer Größe von 3 Zoll bzw. 7,5 cm ausreichend groß dimensioniert. Mit einer Auflösung von 460.000 Pixeln gibt er das Bildfeld zu nahezu 100% wieder.

Äußerlichkeiten

Ausgesprochen gut liegt sie in der Hand, die ohne Objektiv 371 Gramm schwere Lumix G2. Auch wenn sich das Kunststoffgehäuse im ersten Moment etwas glatt anfühlt, vermittelt sie doch ein hochwertiges Gefühl. Die panasonictypischen Bedienelemente sind allesamt gut zu erreichen. Das um 270° schwenk- und um 180° drehbare Display ist sauber verarbeitet und lässt sich ebenfalls problemlos in alle gewünschten Positionen bringen.

Panasonic Lumix G2 Rückansicht

Panasonic Lumix G2 Rückansicht, Quelle: panasonic.de

Die Wechselobjektive kommen per Micro FourThirds ans Gehäuse. Panasonic bietet die Lumix DMC-G2 mit einem Lumix G Vario 14-42mm Objektiv mit integriertem optischen Bildstabilisator an – die Gehäuse selbst verfügt nicht über einen integrierten Bildstabilisator. Darauf sollte bei der Auswahl alternativer Objektive geachtet werden.

Die inneren Werte
Um mit den größeren DSLRs mithalten zu können, müssen die Systemkameras nicht nur im Bereich Wechselobjektive, sondern vor allem im Bereich Bildqualität einiges bieten. Die Panasonic Lumix G2 ist mit einem Live MOS Sensor ausgestattet, dessen Sensor effektive 12,1 Megapixel auf 17.3 x 13.0 mm Sensorgröße im Seitenverhältnis 4:3 bringt.

Das Bild- und Videoformat (natürlich in HD) kann dabei zwischen 16:9 und 4:3 umgeschaltet werden. Viel positives Feedback gibt es für die zusätzlich wählbaren Bildverhältnisse 3:2 und 1:1 für Fotoaufnahmen, die selbstverständlich auch im RAW-Format getätigt werden können.

Auf den ersten Blick hat sich hier im Vergleich zum Vorgängermodell G1 nichts verändert, allerdings wird der Sensor vom neuen Bildprozessor Venus Engine HD unterstützt. Dieser sorgt für großartige Bildqualität bei Fotos und Videos und vermindert das Bildrauschen im Vergleich zum Vorgänger deutlich. Kanten wirken schärfer, Details werden betont und Farbabweichungen in kontrastarmen Bereichen werden weitestgehend unterdrückt.

Fazit
Mit zahlreichen Motivprogrammen und Belichtungsszenarien ist die Panasonic DMC-G2 nicht nur für ambitionierte Fotografen gedacht, die die vielen manuellen Einstellungsmöglichkeiten zu schätzen wissen.  Vor allem Hobbyfotografen, die zwar ambitioniert sind, aber ein hohes Maß an Benutzerfreundlichkeit wünschen, werden mit der Panasonic G2 viel Spaß haben. Die Systemkamera hält, was sie verspricht: Fotografierspaß ohne Ende!

Preis & Verfügbarkeit
Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 699,-€ inkl. 14-42mm Objektiv ist natürlich kein Pappenstiel. Bei amazon ist das Set bereits ab 649€ erhältlich. Zur Auswahl stehen dabei die Gehäusefarben schwarz, rot und blau.

Etwas günstiger ist das Gehäuse ohne Objektiv, interessant für alle, die bereits ein Micro FourThirds Objektiv besitzen. Hierfür werden nur 579€ fällig.

Aktuelle Angebote finden sie im untenstehenden Kasten.