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Test des Öko-Handy Sony Ericsson Hazel – edel oder bieder?

31.05.2010

Das Sony Ericsson Hazel richtet sich an besonders umweltbewusste Anwender. Die GreenHeart-Serie des Herstellers soll das Image von biederen Ökohandys verdrängen und die Smartphones aus wiederverwertbaren Kunststoff, welcher ohne giftige Chemikalien hergestellt wird, durch moderne Technik attraktiv machen. Das Slider-Handy Hazel wurde von uns getestet und kanndurchaus überzeugen!

Sony Ericsson Hazel

Das Öko-Handy Sony Ericsson Hazel bietet neueste Technik zum kleinen Preis

Nicht nur, dass das Gehäuse aus umweltschonenden Material besteht, ebenso wurde am Verpackungsmaterial des Sony Ericsson Hazel gespart und damit der Materialeinsatz auf ein Minimum reduziert. Der Karton ist möglichst klein gehalten, sichert das Smartphone dennoch ausreichend vor Transportschäden.

Käufer sollen trotz der Öko-Aufmachung nicht auf Qualität und Design verzichten. Das Hazel ist sehr gut verarbeitet und mutet mit seinem metallischen Glanz sehr edel an. Leider ist die Rückseite des Handys mit einem leicht quietschenden Akkudeckel versehen, durch den der positive Gesamteindruck etwas gemindert wird. Das Handy ist mit seinen Maßen von 103 x 50 x 16 Millimeter realtiv klein und liegt so mit seinen gerade einmal 120 Gramm und den leicht abgerundeten Ecken gut in der Hand.

Im Gegensatz zu den aktuellen Touchscreen-Giganten kann das Slider-Handy Hazel noch mit einer gewöhnlichen Tastatur bedient werden – uns hat diese Abwechslung sehr erfreut. Die Druckpunkte könnten jedoch etwas knackiger sein, obwohl sich die Bedienung der Tastatur durch die kurzen Anschlagpunkte sehr angenehm anfühlt. Das Display kann größentechnisch natürlich nicht mit aktuellen Touchscreen-Handys mithalten. Mit 2,6 Zoll und einer Auflösung von 320 x 240 Pixeln braucht es sich jedoch in der Qualität der Darstellung nicht zu verstecken. Das Verhältnis von Auflösung und Größe ist optimal gelöst, so dass ein scharfes Bildergebnis und natürlich Kontraste erzielt werden.

Kamerafans werden mit dem Öko-Handy ebenfalls nicht enttäuscht, denn es stehen fünf Megapixel zur Verfügung, die bei Nacht von einer LED unterstützt werden. Alle Schnappschüsse wirken sehr scharf und zeigen kaum Bildrauschen, wobei Kontraste leider etwas schwach dargestellt werden. Sony Ericsson-typisch wurden auch im Hazel viele Kamerafunktionen integriert: Gesichts- und Lächelerkennung, Geotagging oder auch Makromodus sind hierfür nur einige Beispiele.

Für Videoaufnahmen kann die LED auch als Dauerlicht aktiviert werden. Leider ist dieses Feature nicht ausreichend, um bei Dunkelheit Räume voll auszuleuchten. Die Videos in der VGA-Auflösung von 640 x 480 Pixeln sind ausreichend gut, jedoch nicht mit Filmaufnahmen von Digitalkameras vergleichbar. Für den Schnappschuss bzw. eine kurze Aufnahme von Urlaubserlebnissen reicht die integrierte Kamera dennoch allemal.

Musikfans werden mit dem Sony Ericsson Hazel leider enttäuscht werden – es liegt nur ein sehr schlechtes, leises und ohne guten Bass versehenes Headset im Lieferumfang bei. Hier wird auch ein Gang in den Zubehörladen keine Freude bringen, da dem Nutzer kein 3,5 Millimeter-Klinkenanschluss zur Verfügung steht und er somit auf teure Spezial-Headsets zurückgreifen muss.

Abstriche muss man leider auch bei der Benutzung des vorinstallierten Browsers “Netfront” machen. Dieser ist zwar übersichtlich gestaltet und stellt Webseiten fehlerfrei dar, ist jedoch trotz HSDPA und WLAN extrem langsam im Seitenaufbau. Produkt-tests.de benötigt ca. 25 Sekunden, um geladen zu werden – absolut inakzeptabel! Entsprechend ist das Hazel nur etwas für Gelegenheitssurfer. Dies ist aber auch eine logische Konsequenz aus dem für richtiges Surfvergnügen etwas zu kleinem Display.

Die Bedienung des Geräts ist sehr einfach gestaltet (leider gilt dies auch für die verwendeten Farben) und lehnt sich an alte, intuitive Menüstrukten an. Entsprechend gibt es dazu nicht viel zu sagen, außer das Sony Ericsson schon immer ein Vorbild für simple und gut strukturierte Bedienung war und ist.

Eins der am wenigsten getesteten, aber wichtigen Features bei Handys ist die Sprachqualität. Das Sony Ericsson Hazel ist in diesem Punkt passabel, jedoch ist der Lautsprecher etwas leise und der Gesprächspartner wirkt etwas blechern. Dennoch ist der Sound gut zu verstehen – ebenso wie Sie die Gegenseite ohne Klirren, Knattern, Kratschen oder Rauschen hören kann. Positiv aufgefallen ist uns die Lebensdauer des Öko-Handys: Bei mäßiger Nutzung können Sie ohne Probleme vier bis fünf Tage ohne Ladevorgang auskommen, womit ein Kurzurlaub auch ohne Ladegerät machbar ist. Als Reisebegleiter eignet sich das Hazel damit hervorragend.

Fazit

Wo Öko drauf steht muss nicht bieder drin sein – dies zeigt das Hazel sehr beeindruckend. Das günstige Handy ist mit allerlei moderner Technik ausgestattet, zeigt aber natürlich Schwächen gegenüber teuren Topmodellen. Für umweltbewusste Käufer ist das Gerät ein absolutes Muss, jedoch lockt das Mittelklassehandy mit einem Preis von gerade einmal 180 Euro bei Amazon auch Technikbegeisterte an.

Geschrieben in Smartphone | Autor: Patrick | 2 Kommentare

2 Kommentare to “Test des Öko-Handy Sony Ericsson Hazel – edel oder bieder?”

  1. Lohas News – Rundschau 31.05.2010 | A-LOHA LOHAS! Blog Says:

    [...] Test des Öko-Handy Sony Ericsson Hazel – edel oder bieder? Das Öko-Handy Sony Ericsson Hazel bietet neueste Technik zum kleinen Preis weiterlesen [...]

  2. • Test Handy für zuverlässige Funktionalität | Mister Info Says:

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